Freizeit für die Schüler in der Quarantäne? von Elina Bartonik

Kolumne

Elina Bartonik

Freizeit für die Schüler in der Quarantäne? 

Alle Schulen in Österreich sind geschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen

Es ist eine Ausnahmesituation, bei der Universitäten sowie Ober- und Unterstufen geschlossen werden. 
Der Unterricht wird eingestellt, aber zu Hause beim sogenannten „Home-Learning“ weitergeführt. 
Lehrer schicken uns Schülern Arbeitsaufträge per E-Mail und wir schicken diese fertig gestellt zurück. 
Also Freizeit für Schüler kann man das meiner Meinung nach nicht nennen. Natürlich sitzen wir zu 
Hause und ersparen uns den Weg zur Schule, können individuell die Arbeiten einteilen, müssen nicht so 
früh aufstehen und können auch dementsprechend eigenständige Pausen machen. Trotzdem haben wir 
fixe Abgabetermine für die Arbeitsaufträge und müssen somit organisiert sein und regelmäßig die E-Mails 
kontrollieren. 
Einer der Vorteile am „Zuhause-Lernen“ ist das schnellere Vorankommen im Stoff. Einer der Gründe könnte 
sein, dass man ohne Ablenkung konzentrierter arbeiten kann. Andererseits ist es schwieriger, wenn 
Unklarheiten auftauchen, da der Lehrer nicht unmittelbar verfügbar ist. In diesem Fall ist die selbstständige 
Recherche zwar möglich, aber zeitintensiver.
In der jetzigen Situation haben Freunde zwar etwas mehr Zeit, allerdings finden die sozialen Kontakte nur 
digital und nicht persönlich statt. Die ausgiebige Zeit mit der Familie sehe ich mit gemischten Gefühlen. 
Einerseits freue ich mich sehr über die stressfreien Zeiten am Esstisch und die nun häufig stattfindenden 
Fernsehabende im Kreis der Familie, doch zugegebenen Maßen kann diese Zeit auch manchmal etwas nerven. 
Auch die Freizeitaktivitäten, die außer Haus stattfinden, wie Eislaufkurse, Musikschulen, Vereine finden 
leider nicht mehr statt. Gerade dies war eine willkommene Abwechselung von den schulischen Tätigkeiten 
und fehlt mir doch sehr. 
Die Einzigen, die sich über die Quarantäne-Zeit uneingeschränkt freuen, sind unsere zwei Hunde. Mit ihnen 
wird nun viel trainiert, gekuschelt und sie müssen nie allein zu Hause sein. 
Elina Bartonik

Kommentare

  1. Sehr gute Kolumne !
    Länger schlafen und essen während des Lernens ist gut doch Freizeit kann man das wohl wirklich nicht nennen. Doch bald können wir unseren eigentlichen Alltag wieder erleben ( hoffe ich zumindest ) :)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen