Meine Meinung zur Corona-Chancenungleichheit von Sophie Safranek



Leserbrief 

Meine Meinung zur Corona-

Chancenungleichheit

Sehr geehrte Redaktion!


Mit Spannung habe ich Ihr Interview von der Onlineausgabe des „Standard“ (30.März 2020) mit der Volksschuldirektorin Saskia Hula mit dem Titel „Ich mache mir keine Sorgen um den Stoff“ gelesen. Darin äußert sich Frau Hula zum derzeitigen Fernunterricht an den österreichischen Schulen, der durch die Corona-Krise stattfindet. Die Volksschuldirektorin meint, dass diese Krise eine Chance für das Bildungssystem sei, vieles neu zu überdenken. Außerdem erwähnt sie, dass eine Chancenungleichheit zwischen den Kindern bestehe, weil manche mehr Unterstützung bekämen und andere nicht einmal einen Computer zuhause hätten. 


Als 14-jährige Schülerin der 9. Schulstufe in Österreich hat dieser Artikel mein Interesse geweckt, vor allem in Hinblick auf Chancenungleichheit für Kinder in der aktuellen Situation. Ich muss Frau Hula aus vollstem Herzen zustimmen, dass viele Schülerinnen und Schüler kaum Unterstützung bekommen und oft das Notwendigste für das Lernen daheim nicht gegeben ist. Ich selbst habe dies bereits bei einigen meiner Klassenkollegen in den letzten Schuljahren erlebt. Ich frage mich daher wirklich, wie die Bundesregierung die Umstellung auf Fernunterricht ohne schlechtes Gewissen umsetzen hat können. Es wurde einfach keine Rücksicht auf Kinder genommen, deren Eltern sie kaum oder gar nicht zuhause unterstützen können.

Ich appelliere daher an die österreichische Bundesregierung und vor allem an den Unterrichtsminister diesen Kindern zu helfen. Die Wirtschaft bekommt viel Geld, warum bekommen Familien kein Geld? Damit könnten sich manche Laptops oder Sonstiges leisten. Nur wenn die Familien ausreichend mit digitalen Geräten ausgestattet sind, können Kinder und Jugendliche auch auf alternative Lernangebote und „Nachhilfelehrer“ alias Youtube oder Instagram zurückgreifen, um Lerntipps und Erklärungen zu holen.

Sophie Safranek (1A)

Kommentare

  1. Finde diesen Aspekt sehr wichtig und schließe mich deiner Meinung an. Auch wenn man sich einen PC irgendwo organisiert hat (vielleicht ein älteres Gerät von jemandem gratis bekommen), heißt es nicht, dass man unbegrenztes Datenvolumen oder die neueste Software hat. (Extrakosten.) Chancengleichheit sieht anders aus, da hast du Recht.

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  2. Ich finde dir ist der Leserbrief sehr gut gelungen. Vorallem dein Appel finde ich sehr gut, sowohl den Inhalt als auch wie du ihn geschrieben hast. Ich stimme dir vollkommen zu, wenn die Regierung will, dass wir für eine Weile zu Hause unterrichtet werden, sollten sie auch bedenken, dass nicht jede Familie die dazu erforderlichen Mittel hat.

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